09.07.2019

Kira Mohn: Wie ich zu KYSS kam


Kira Mohns Weg zu KYSS war ungewöhnlich. Warum? Das erzählt unsere Herzensautorin dir selbst!


«Der Weg zu Rowohlt begann mit Harper Eliane Bergknecht, einer Figur, die zu meinen persönlichen Lieblingsprotagonistinnen gehört, und die Anne, Lektorin beim Rowohlt Verlag, nur bedingt gut leiden konnte.


Harper ist die Protagonistin in einem Manuskript, das meine Agentin Kathrin unter anderem auch Rowohlt vorgestellt hat, und Anne, bei der diese Geschichte auf dem Schreibtisch landete, schrieb dazu eine lange und insgesamt durchaus liebevolle Rückmeldung, die allerdings unterm Strich mit der Zusammenfassung endete, dass sie Harper stellenweise leider unsympathisch, unsensibel und wenig anschmiegsam finde.


Sie war damit nicht die Einzige: Vorwürfe wie diese wurde meiner sarkastischen Harper von so einigen Lektorinnen gemacht, und er traf mich deshalb ganz besonders hart, weil ich Harper in nicht gerade wenigen Punkten recht ähnlich bin – die Warnung, in Texten nicht zu persönlich zu werden, gilt also zu recht. :p


Annes Absage jedoch endete mit der Feststellung, dass sie sich zwar mit der Protagonistin nicht anfreunden werde, es sich aber dennoch unter Umständen vorstellen könne, mit mir an anderen Projekten zu arbeiten.


Mit dieser Nachricht platzte Kathrin mitten in meine Weltuntergangsstimmung hinein – und danach telefonierte ich erst einmal lange mit der Frau, die Harper nicht sehr anschmiegsam fand, schrieb im Anschluss daran ein völlig neues Exposé zu einer Geschichte, in deren Mittelpunkt die junge Journalistin Liv beschließt, für sechs Monate in einen Leuchtturm zu ziehen (das wurde abgenickt), eine Leseprobe von hundertzwanzig Seiten (die wurde abgenickt), eine Sexszene (die wurde abgenickt) – und schon war ich Autorin bei Rowohlt Polaris und landete bei #endlichkyss. :D


Anne begleitet mich bei KYSS noch immer, und noch immer diskutieren wir gern und lang und häufig darüber, ob das, was die Figuren in meinen Geschichten tun, nicht hin und wieder sehr unsensibel und wenig anschmiegsam sei, und wenn wir diese Diskussionen beenden, verhalten sich die Protagonisten manchmal netter. Manchmal auch nicht.


Wenn ich jetzt hier sitze und beim Schreiben dieses Beitrags noch einmal Revue passieren lasse, wie ich eigentlich zu Rowohlt kam, empfinde ich noch immer dasselbe Glücksgefühl, das ich damals empfand, als klar wurde, dass wir uns gemeinsam an ein neues Projekt wagen würden. Und jetzt, nach anderthalb Jahren, in denen ich mich in erster Linie um die Leuchtturm-Trilogie gekümmert habe, reicht allein der Gedanke an die baldige Veröffentlichung des ersten Teils »Show me the Stars«, und ich verwandele mich in ein aufgeregtes, hyperventilierendes, glückseliges Ding.
(Wenn ihr diese Zeilen lesen werdet, habe ich bereits das Wort »Ende« unter den letzten Teil gesetzt, und seitdem vermischen sich all diese Gefühle auch noch mit Abschiedsschmerz.)


Ich hoffe, dass der lange Weg zu einem Buch – nein, zu gleich drei Büchern – geführt hat, mit denen die Leserinnen und Leser einen ähnlichen Spaß haben werden, wie ich ihn beim Schreiben hatte.


Und ich liebe immer noch Harper.
(Sie ist überhaupt nicht unsympathisch. ;) )»

  • Coverbild Show me the Stars

    Kira Mohn

    Show me the Stars

    Der Beginn einer einzigartigen Romance-Trilogie über drei junge Frauen, einen Leuchtturm und die große Liebe – für alle Fans von Mona Kasten, Laura Kneidl und Colleen Hoover
    Auszeit! Diese Überschrift schreit Liv geradezu an, als sie deprimiert Stellenanzeigen durchforstet. Nach dem Journalistik-Studium wollte sie eigentlich durchstarten, aber ein ...

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